Das Gold Card Programm (Trump Card)

Stand 29. März 2026 zeigt der öffentliche Stand der Dinge ein gestartetes Trump Gold Card-Programm, das per Executive Order des Weißen Hauses eingeführt und über das offizielle Portal trumpcard.gov beworben wird. Gleichzeitig ist das Programm noch so neu, dass Investoren es eher als sich entwickelnden Rechtsrahmen denn als eingespielte Visakategorie behandeln sollten. Relevant ist es trotzdem, weil die derzeit veröffentlichten Unterlagen von einer DHS-Bearbeitungsgebühr von 15.000 US-Dollar sowie einem Beitrag von 1 Million US-Dollar für die Gold Card sprechen und zusätzlich eine Platinum-Stufe mit 5 Millionen US-Dollar ankündigen.
Die Executive Order und das Fact Sheet des Weißen Hauses rahmen die Gold Card als beschleunigten Aufenthaltsweg ein, während das Portal die bislang klarsten praktischen Details liefert.White House Trump Gold Card Portal Für ernsthafte Interessenten geht es also nicht mehr um die Frage, ob das Konzept existiert. Es existiert. Die eigentliche Frage ist, ob die veröffentlichten Bedingungen, die rechtliche Grundlage und Ihre persönlichen Ziele diese Option stärker machen als etablierte Wege wie EB-5, EB-1 oder andere Arbeitsvisa.
Was ist derzeit öffentlich bekannt?
Die derzeit zugänglichen Materialien zeigen ein reales Gold-Card-Verfahren mit Portal, Gebührenstruktur und Executive-Order-Rahmen, aber noch kein vollständig ausgereiftes Regelwerk.
Nach dem aktuellen Portal beginnt der Prozess mit einer nicht erstattbaren DHS-Bearbeitungsgebühr von 15.000 US-Dollar. Nach erfolgreicher Background-Prüfung soll dann ein Beitrag von 1 Million US-Dollar für die Trump Gold Card folgen. Dasselbe Portal beschreibt außerdem eine Trump Platinum Card als “coming soon” und verbindet sie mit derselben Bearbeitungsgebühr sowie einem Beitrag von 5 Millionen US-Dollar. Die öffentlichen White-House-Unterlagen bestätigen diesen groben Rahmen, auch wenn nicht jede operative Einzelheit in allen Quellen identisch formuliert ist.
Für Investoren heißt das: Das Programm ist keine bloße politische Ankündigung mehr. Es gibt genug öffentliche Struktur, um es ernsthaft zu prüfen, aber noch nicht genug gefestigte Umsetzung, um es wie eine lang etablierte Visakategorie zu behandeln.
Die bislang angekündigte Struktur
Die veröffentlichte Struktur wirkt wie ein beschleunigtes Aufenthaltsprodukt, das auf Beiträgen, Background Checks und einem neuen staatlichen Antragskanal beruht.
Nach dem Portal richtet sich die Gold Card an Personen, die den Vereinigten Staaten einen “substantial benefit” bieten können, die Gebühr zahlen, die Hintergrundprüfung bestehen und anschließend den geforderten Beitrag leisten. Bei der Platinum Card geht das Portal noch weiter und bewirbt eine künftige Option, bis zu 270 Tage pro Jahr in den USA zu verbringen, ohne US-Steuern auf nicht-amerikanische Einkünfte zu zahlen. Zugleich sagt die Seite klar, dass diese Stufe noch nicht aktiv ist.
Wichtig ist: Öffentlich wird das Programm nicht als bloße Kopie von EB-5 oder als umbenannter EB-1-Petitionsprozess dargestellt. Es wird als separater Pfad präsentiert, auch wenn die rechtliche Mechanik weiter sorgfältig an bestehendem Einwanderungsrecht gemessen werden muss.
Was ist noch ungeklärt?
Mehrere Kernelemente sind in den öffentlichen Materialien noch offen, insbesondere bei Rechtsgrundlage, Beweismaß und späterer Entscheidungspraxis.
Diese offenen Punkte sind nicht bloß formaler Natur. Investoren brauchen noch klarere öffentliche Leitlinien dazu, wie der Beitrag nachgewiesen wird, welchen Umfang die Source-of-Funds-Prüfung haben wird, wie das Programm in bestehende gesetzliche Visakategorien eingreift und welche konkreten Rechte mit einer Genehmigung in welchem Stadium verbunden sind. Auch die steuerliche Sprache rund um die Platinum Card deutet eher auf künftige Treasury- und IRS-Auslegung als auf ein heute vollständig verfestigtes Steuerregime hin.
Das bedeutet nicht, dass das Programm fiktiv oder unbrauchbar wäre. Es bedeutet nur, dass man einen glänzenden Launch nicht mit einem vollständigen Rechtsrahmen verwechseln sollte. Neue Programme wirken anfangs oft einfacher, als sie im Filing tatsächlich sind.
Wie schneidet die Gold Card im Vergleich zu bestehenden Visa ab?
Die Gold Card scheint sehr hohe Kosten gegen einen potenziell vereinfachten Weg zu tauschen, während ältere Kategorien weiterhin die gefestigtere Rechtsbasis haben.
Der naheliegendste Vergleichspunkt ist EB-5: Beide Wege verlangen erhebliches Kapital, aber EB-5 ist gesetzlich verankert, an Job Creation gebunden und tief in der USCIS-Praxis verankert. Die Gold Card ist dagegen jünger und könnte vor allem für Antragsteller interessant sein, die den veröffentlichten Rahmen attraktiv finden und mehr rechtliche Neuheit akzeptieren. Für Kandidaten mit außergewöhnlichem Profil können EB-1 oder ein National Interest Waiver weiterhin die stärkere Wahl sein, weil dort kein siebenstelliger Beitrag nötig ist. Für andere bleiben temporäre Company Visas oder familienbasierte Wege möglicherweise die verlässlichere Lösung.
“Der Reiz der Gold Card ist offensichtlich, aber Neuheit ist nicht dasselbe wie rechtliche Sicherheit”, sagt Kari Foss-Persson, Esq., Managing Partner bei Vinland Immigration. “Für manche Mandanten kann sie sehr spannend sein, aber der Vergleich mit EB-5, EB-1, NIW und familienbasierten Wegen muss nüchtern geführt werden.”
Wie Vinland Immigration unterstützen kann
Gold-Card-Fälle brauchen sowohl klassische Einwanderungsanalyse als auch ein klares Verständnis dafür, was veröffentlicht, was nur abgeleitet und was noch offen ist.
Wir unterstützen bei Eligibility Screening, Source-of-Funds-Strategie, Beitragsstrukturierung und Ausweichstrategien, falls sich das Programm in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr zu Ihren Zielen passt. Dazu gehört auch der Vergleich mit EB-1, NIW, traditionellen Investorenvisa und etablierten Arbeitsvisa.
“Die stärksten Antragsteller sind meist die, die sich nicht zu früh auf eine einzige glänzende Option festlegen”, sagt Kari Foss-Persson, Esq., Managing Partner bei Vinland Immigration. “Eine gute Strategie hält mindestens einen belastbaren Plan B offen, während sich ein neues Programm erst setzt.”
Praktische nächste Schritte
Der klügste nächste Schritt ist geordnete Vorbereitung, nicht vorschnelles Filing allein wegen der Marke und der Schlagzeilen.
- Kontaktieren Sie uns für eine strategische Einschätzung der Gold Card und ihrer Alternativen.
- Ordnen Sie Nachweise zu Vermögen, Liquidität und legaler Herkunft der Mittel, bevor Sie das Portal nutzen.
- Prüfen Sie, ob EB-5, EB-1 oder ein anderer beschäftigungsbasierter Weg für Ihre Ziele stabiler ist.
- Sprechen Sie mit Steuerberatern, wenn Ihr Interesse wesentlich an den Aussagen zur Platinum Card hängt.
Offizielle Ressourcen
Die offiziellen Unterlagen sind gute Einstiegsquellen, sollten aber als Launch-Dokumente und nicht als abschließende Rechtsauskunft gelesen werden.
Verwandte Artikel
- Das Visa Bulletin und Prioritätsdaten
- US-Arbeitsvisa: Ein schneller Überblick
- Das O-1-Visum für Unternehmen, die in die USA expandieren
- Das EB-1-Visum: Der Antragsablauf
- Das E-2-Visum für Unternehmen, die in die USA expandieren
- Überblick über das US-Visumverfahren
- Das H-1B-Visum -- Was Sie wissen müssen
- Einen starken Antrag für ein O-1-Visum aufbauen
- Ein erfolgreicher E-2- oder E-1-Visumsantragsprozess